Reise blog von Travellerspoint

Kaiser und Wölfe

Cäsarea - Golanhöhen - Strandgaloppaden

sunny 30 °C
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Das Wochenende war toll! Am Freitag haben mich Julia und Ricarda früh von der Arbeit abgeholt. (Ich hab immer noch ein schlechtes Gewissen) Dann sind wir mit unserem quietsch-blauen Daihatsu Sirion nach Cäsarea gefahren. Ich glaube diesen Namen kann man schreiben wie man will, jedenfalls steht er überall anders.

In Caesare hat Kaiser Tiberius seine riesige Handelsstadt gebaut. Mit einer Mauer mitten im Meer. Da ist sie dann nach zahlreichen Erdbeben auch versunken. Die Ruinen finde ich nicht so beeindruckend. Außer das Hippodrom, also die Pferderennbahn, weil die noch fast komplett erhalten ist. Auch die Mosaike fand ich interessant, weil die so gut erhalten sind. Zum Teil sehen die genauso aus, wie ganz normale Bodenfliesen. Der Trend zum Schachbrett besteht also schon seit 2000 Jahren. Das nenn ich langlebig, gut das das mit Didl nicht genauso war.

Nach der Ruinenstadt sind wir an den Strand gefahren. Das erste Mal seit meiner Ankunft konnte ich endlich die Zehen in den Sand graben. Es war sehr schön. Idyllisch kann man nicht sagen. Stellt euch vor ihr liegt am Strand. Hört die Wellen rauschen, das Wasser ist schön blau, die Sonne steht tief. Ihr schaut nach recht, dort erschreckt sich die Weite der Küste bis nach Cäsarea. Ihr schaut nach links, dort ragen riesige Fabrikschornsteine eines Kohlekraftwerks in die Höhe. Sehr anziehend. Trotzdem war es schön am Strand. Wir haben ein bisschen Beachball gespielt und ich habe die Surfer beneidet. Oder auch nicht, die Wellen waren jetzt nicht unbedingt nennenswert.

Am Abend sind wir mit einem Freund von Julia im alten Hafen essen gegangen. Das war sehr lecker und unheimlich chillig. So schön am Hafen, auf Sofas. Es wurde dann kurz hektisch, als Ricky ein Plakat erspähte, dass verkündete dass DJ Tiesto am selben Abend den Club nebenan beehren würde. Ich steh jetzt nicht so auf iziziz bt iziziz bt ... für alle die jetzt nicht wissen was ich meine: Minimal. Man kann nicht dazu tanzen, es gibt keine Melodie. Warum? Jedenfalls dachte ich mir aber: "uhh, Micha wird sich sooo ärgern." Denn mein Freund ist ein riesen Fan von Tiesto. Also erklärte ich mich bereit mitzugehen. Vorher hatten wir aber noch einen sehr schönen Abend. Jonathan ist nett und das Essen war gut. Und wir haben uns echt nett unterhalten.

Als wir dann aufbrachen, die "Alten" nach Hause, die "Jungen" in den Club war DJ Tiesto noch längst nicht da und der Club gähnte vor Langweile. Kein Mensch da. Außerdem sollte der Eintritt 50 Euro kosten und sowieso durfte man erst mit 24 rein. Da dachte ich, ich wär jetzt alt genug um mich über all auf der Welt zu betrinken, dem ist aber offenbar nicht so. Blöd! Jedenfalls sind wir dann nach Hause gelaufen, nach dem ich Ricky versprochen hatte, am Samstag mit ihr feiern zu gehen. Das hat auch super geklappt -.- Nicht!

Am Samstag hatten wir uns vorgenommen früh aufzustehen. Samstags... es hat nicht geklappt. Um 10 sind wir dan endlich in die Puschen gekommen und haben Nelly abgeholt. Eine von Julias Freundinnen. Zusammen sind wir dann wieder mit unserem Leihauto in die Golanhöhen gefahren. Also quasi soweit ans andere Ende von Israel wie's geht. Zum See Genezareth. Im Golan wollten wir eigentlich eine lange Wanderung machen. Von Wasserfall zu Wasserfall. Leider waren wir 10 Minuten zu spät und die National Park Aufsicht hat uns nicht mehr ziehen lassen, also mussten wir uns mit der 40 Minuten-Tour begnügen. Das war glaube ich auch ganz gut. Nelly ist nämlich fast gestorben. Wie echt, lass ich jetzt mal da hin gestellt. ;)

Die Tour selbst war sehr schön. Zu Anfang sind wir durch öde dürre Landschaft gewandert immer mit dem See Genezareth unter uns. Dann öffnete sich ein kleine Canyon, der unerwartete grün war. Wie eine Oase in der Wüste, nur vielleicht nicht ganz so unerwartete. Der Abstieg war abenteuerlich, aber machbar, auch wenn es wirklich ziemlich heiß war. An einer Stelle mussten wir eine Leiter runterklettern um die letzen Meter Felsen zu überwinden. Den rest der Zeit mussten wir uns mehr oder weniger durch dichtes grünes Dickicht kämpfen. Ich fand es toll! Plötzlich gab es dann einen Oooh-Moment. Denn das Dickicht lichtete sich und gab ein kleines Becken frei. Nach dem anstrengenden Abstieg das Einladenste das ich mir vorstellen konnte. Und so habe ich dem Wasserfall auch nur sträflich wenig Beachtung geschenkt. Ein tolles Gefühl. Raus aus den geschwitzen Klamotten, rein ins Nass. Wie in einer Shampoo-Werbung.

Der Rückweg erfolgte dann in einer gewissen Hektik, denn der Park schloss um 17 Uhr. Uns war "angedroht" worden, dass es Ärger geben würde, würde wir zu spät kommen. Als wir allerdings auf den Parkplatz trotteten, schiene wir quasi die ersten zu sein. Typisch Israeli. Pünktlichkeit - was solls!?

Als Erfrischung wollten wir anschließend ein Bad im See Genezareth nehmen. Ewig mussten wir suchen um überhaupt mal eine gratis Badestelle zu finden. Komerzialisierung des Glaubens, nenne ich das. Und das mit dem Übers-Wasser-gehen hat nicht mal funktioniert. Der Lonely Planet zitiert übrigens eine interessante These: Wissenschaftler meinen, es könnte Blitzeis gegeben haben damals. Andererseits, wäre das wohl den anderen aufgefallen, oder?
Wir haben dann ein Hotel gefunden, uns an der Bar etwas zu essen und zu trinken geholt und uns auf die Verlassenen Liegen am Strand gesetzt.

Das gibts gar nicht, wie stark der Wasserpegel in den letzten Jahren abgesunken sein muss. Die Israelis zweigen ja Wasser ab, um Trinkwasser zu gewinnen. (Wasser = Hauptkonfliktpunkt mit den Nachbarn) Auf dem Hotelgelände war eine Treppe die dann ins Nichts endete, also anscheinend eine Scchwimmtreppe, die war bestimmt 5 Meter über dem Wasserspiegel. Ganz schön schade. Sieht aus, als müsse man sich sputen, wenn man den See noch sehen will. Bald isses dann die Wüste Genzareth. da ertrinkt dann aber wenigstens keiner mehr. Denn der See verschluckt jedes Jahr 100 Menschen und mehr.
Auf dem Heimweg habe ich mich dann einfach schlafen gelegt und bin erst wieder aufgewacht, als wir auf den Parkplatz rollten. Ich wollte nur noch ins Bett. Aber ich hatte ja meiner kleinen Schwester das Party-Versprechen gegeben, Also sind wir wieder zum alten Hafen gelaufen. Das ist weit. 20 Minuten auf Holzplanken auf Stöckelschuhen. Mein Leid.
Als wir dort ankamen machten wir auch bald einen vielversprechenden Club aus. Den einzigen in dem scheinbar was los war. Klamottentechnisch durften wir auch durch. An der Passkontrolle scheiterten wir. Ich hatte so unbekümmert meinen Perso gezückt, dass ich kaum glauben wollte als die Frau meine "too young". Bitte? ich bin 21! Aber nein, auch diese Party war auch erst ab 25. da bin ich dann doch in einem Alter in dem ich froh bin, nicht so alt auszusehen :) lieber süße 21, als erkennbare 25!

Ricarda wollte sich allerdings nicht geschlagen geben und so haben wir uns noch in eine gemütliche Bar gesetzt und einen Cocktail/Longdrink getrunken und uns nett unterhalten. Gegen zwei waren wir dann zuhause.

Heute mussten wir super früh aufstehen, auch wenn ich trotz der Affenhitze lieber liegen geblieben wäre. Denn ich sollte durch den Mordsverkehr das Auto zurück fahren. Autofahren gehört nicht zu meinen Stärken und deswegen auch nicht zu den Dingen, die ich gerne tue. Aber Julia musste früh ins Büro und Ricarda durfte nicht fahren, zu klein.
So schlimm war es dann aber auch nicht, ein mal hätte ich fast ein anderes Auto gerammt, weil die Lücke zu eng war, aber was fährt der auch auf zwei Spuren gleichzeitig. ich bin so gefahren wie es Ricarda mit geraten hat: eine Hand auf der Hupe einen Fuß auf der Bremse. Den Rückweg haben wir dann zu Fuß gemacht. Aber es war nicht weit und ich bekam zum Frühstpck ein Schokocroissant. Da gehts mir doch gleich wieder gut.

Nach dem Frühstück haben wir uns aufgemacht zur Post und zur Touristeninfo. Beides hatte zu, im Sinne von, keine Schreibtische drin und die Kabel hingen aus der Decke. Also haben wir auf der Karte andere gesucht und uns auf den weg gemacht. Mit der Post hatten wir Glück. Sie war offen, die Frau war hilfsbereit und wir mussten nicht zu lange warten. Ricardas Karten sind also auf dem Weg. Die Touriinfo war allerdings wieder zu. Frustriert haben wir uns was zu trinken geholt. Slush-keine Ahnung was. Es war toll. Bei der Hitze das Slusheis zu schlürfen und die kleinen Eisstücke zu zerbeißen. mmmmmmhhh! Und meins hieß ReFresh, also konnte ich mir einbilden es sei gesund :) Wir haben dann kurzerhand bei der einzigen Pferderanch angerufen die im LP steht, in der Nähe von Netanya etwa 40 km nördlich von Tel Aviv. Denn ein Strandritt sollte es sein. Die haben gesagt wir sollten vorbei kommen und so saßen wir kurz darauf im Minibus nach Netanya. Ja, wir benutzen hier öffentliche Verkehrsmittel, das machen alle. Und es ist schon ewig nichts passiert. *auf Holz klopf*

Als wir bei der Ranch vorfuhren, fühlte ich mich unwohl. Staubig, ein bisschen heruntergekommen schien alles zu sein. Das stimmte aber nicht. Der Staub lag zwar auf allem und allen, aber die Stallungen war top und die Pferde sahen gesund und glänzend aus. Wir setzten uns zu den Besitzern, die mit uns erzählten, bis unser Führer fertig war. Ricarda verliebte sich unterdessen in die vier Katzenbabys, die laufend Aufmerksamket beanspruchten. An Beinen hochkletterten und in unsere Arme sprangen. Sehr niedlich.

Fragt mich nicht wie mein Pferd hieß, ich hab drei Mal nachgefragt, aber ich konnte nur ein f heraushören. Ricardas Pferd hieß Alex. Alex war ein bisschen faul. Meins war toll. Keine Schönheit aber willig und brav und, wie sich später herrausstellte, ein toller Galopper. Wir ritten zuerst durch Müll und an der Autobahn entlang. Nicht so schön. dann bogen wir auf einen Sandweg ab. Vor dem Aufsitzen hatte der Besitzer und auch Jordan (unser Führer) unser Können abgefragt, anscheineind waren sie überzeugt. Denn es folgt die erste Galoppade. Noch langsam und gezügelt. Aber trotzdem schön. Mein Weißer ging brav vorwärts und ließ sich ganz gut halten. Anspruchsvoll aber zu handeln. Ich fand's toll! Wir ritten die durch die Felsen zum Strand, der Blick war toll. Hohe Felsen, verlassener Strand, blaues Wasser. Super. Einige Zeit ritten wir im Schritt über den Strand, bis Jordan sich umdrehte und fragte ob wir noch einmal galoppieren wollten. Aber sicher. Es folgte eine Strandgaloppade wie aus dem Bilderbuch. Mal über den Sand, mal durch die Wellen, die viel höher spritzen als ich gedacht hätte. Im schnellen Tempo, aber schön entspannt. Es war einfach toll. So sollte ein Strandritt sein. Ricrada hatte ien bisschen Pech mit Alex, der ein bisschen faul war. Aber ich und Jordan lieferten uns ein kleines Rennen. Einfach super. Vor allem weil sowohl Jordan, als auch die Pferde entspannt und glücklich wirkten. Es ist vermutlich entspannend, so eine Strecke auch mal ausnützen zu dürfen! Bis zum Ende das Strandes sind wir geritten und dann den selben Weg zurück. Auch wieder zumeist im Galopp. Es war so toll. Ein tolles Gefühl.

Zurück im Stall, wollte ich sofort gehen, während Ricarda die Katzen nicht ziehen lassen wollte. Da kam dann Jordan und fragte uns, ob wir mit ihm und seinem Kumpel nicht noch zum Strand gehen wollten. Ich war skeptisch. Israelische Männer können ganz schön aufdringlich sein und zum Reiten ist ein verlassener Strand vielleicht toll, zum Männer auf Abstand halten eher gegenteilig wirkungsvoll. Aber die beiden waren wirklich nett. Wir haben gequatscht, die Jungs haben geraucht und wir sind ein bisschen geschwommen. Alles ohne blöde Anmachen. Es war wirklich nett, auch wenn ich auf der Hut blieb. Jedenfalls haben wir viel gelacht. Unter anderem über die Holocaust-Witze, von denen ich hier keinen zitiere, aber ich finde es faszinierend, dass sich die Juden darüber lustig machen und wir immer noch ein schlechtes Gewissen haben.
Wir sind auch nicht lange geblieben und haben uns auf den Rückweg nach Tel Aviv gemacht. Alles völlig problemlos. Es war ein echt tolles Wochenende.

PS: Fotos hochladen funktioniert hier nicht richtig, deswegen guckt am besten entweder bei Facebook oder StudiVz.

Eingestellt von Kirjava 10:12 Archiviert in Israel Kommentare (0)

Tage und Nächte in Tel Aviv

die erste Woche ist fast rum ...

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Die erste Woche ist fast rum. Für Israelis ist sie sogar heute rum. Aber ich arbeite deutsches Wochenende. Ein bisschen unpraktisch, weil meine große Schwester Shabbat hat, also Freitags frei. Gleich kommt sie mit Ricarda und wir fahren nach Cäsarea. Dann beginnt auch für mich das Wochenende. Morgen fahren wir dann in die Golanhöhen zum Wandern. Klingt langweilig. Wird aber bestimmt toll. Wir machen so eine Schluchtentour hat Julia gesagt. mal sehen, was wir dann am Sonntag machen. Da muss Julia arbeiten, aber Riacrda und ich haben frei.

Die Woche bisher hat so ihre Höhen und Tiefen. Ich glaube ich bin entweder kein Fernsehmensch oder zu sehr aufs Schreiben fixiert. Allerdings läuft auch im Moment noch nicht so viel. Es hat grade der Korrespondent gewechselt. Da gab es gestern einen Empfang auf den die Woche über zunehmend hin gearbeitet wurde. ich durfte auch hin. Das war toll. So viele Korrespondenten auf einem Platz. Ich habe außerdem meine Vorgängerin hier getroffen. Die macht ein Zweisprachenvolo bei der DW.
Mein Job hier ist der News Desk, oder wie auch immer man das Beobachten von mehreren Bildschirmen nennen möchte. wenn ich Glück habe, kann ich auch mal einen Beitrag einreichen. Am ehesten geht das wohl normalerweise für Logo!. Ich hätte auch schon die ein oder andere Idee. Mal sehen was sich so ergibt.
Wenn meine Einträge zur Arbeit etwas kurz sind, heißt das nichts, man soll ja nicht so viel über die Unternehmen erzählen. Aber eins kann man sagen: das Team hier ist echt nett. Ich fremdel noch ein bisschen, so wie immer, aber trotzdem denke ich, dass es bestimmt gut wird.

Da ich fast den ganzen Tag arbeite, gibt es nicht so arg viel zu berichten. Gestern waren wir auf einer Vernissage mit lauter bunten Bildern -.-. Ich fand die schön, Julia war weniger angetan. Die Künstlerin hat Plastik gemalt. Keine Ahnung, für mich waren das einfach ziemlich bunte Stillleben. Trotzdem schön. In der Gallerie haben wir auch Julias Freudne getroffen. Nicht alle, aber so den Stamm. Sie sind alle echt nett. Hinterher waren wir noch etwas essen und ich habe meine Liebe für Ceasars Salad entdeckt. Jammi :) Sonst wird es immer echt sau spät hier. Vor eins sind wir eigentlich nie im Bett. Aber ich glaube, das finde ich ganz gut, sonst hat man ja kaum was Privates vom Tag. Wir gehen oft essen. Oder was trinken. Und wir kommen auch echt gut miteinander klar. Ich entdecke zwar vor allem an Julia die ein oder andere Art die ich nicht so toll finde, aber so ist das vermutlich unter Schwestern.

Eingestellt von Kirjava 02:31 Archiviert in Israel Kommentare (0)

Hellooooo Tel Aviiiiiv!!!

Von der Reise und dem Wetter

sunny 31 °C
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Warum? Warum fliege ich immer Thai, wenn Tuifly das viel besser hinbekommt? Das Essen simpel, dafür lecker, die Stewardessen nett, auch bei permanenter Belästigung durch die Typen eine Reihe vor mir. Also ich muss sagen, einer der besten Flüge seit Ewigkeiten. Daumen hoch.

Schon in Bonn habe ich ja die größte Überraschung erlebt, als auf einmal immer mehr Jugendliche mit Instrumenten zum Gate kamen und ich mir dachte "Hey, das wäre eine tolle Story". Jugendorchester auf Konzerttour durch Israel. Ich überlegte grade wen ich ansprechen sollte, da kam eine mir bestens bekannte Frau durch die Sicherheitskontrolle. Frau K. leitet schon seit Jahren das Streichorchester in dem meine kleine Schwester früher gespielt hat. Und siehe da, es war tatsächlich eben dieses Streichorchester von meiner ehemaligen Musikschule, von dessen Mitgliedern ich die Hälfte kenne, seit sie ihre Instrumente halten können. So ein lustiger Zufall. Jedenfalls habe ich mir die Telefonnummer und die Konzerte aufgeschrieben und hoffe beim ZDF wird man geneigt sein, einen Gedanken an so eine Story zu verschwenden. :)

Auf Israelischem Boden wurde die Reise dann noch mal kompliziert. Die haben uns um ein Uhr nachts ganz schön in die Mangel genommen. Warum sind sie hier? Wohin wollen sie? Was machen sie hier? Vor mir klärte grade das Orchester die Fragen, das war super praktisch. Ich war als nächstes dran und wurde nur gefragt, ob ich auch zur Gruppe gehöre. Wäre ja dumm gewesen da "nein" zu sagen, oder? ;) Aber wir haben trotzdem ne Stunde angestanden, weil die eben jeden ausquetschen. Sooo nervig! Aber naja, ich versuche die Angst, die der Staat Israel haben muss, zu akzeptieren. -.-

Und noch was. Mein Flieger hatte Verspätung, so dass wir ne dreiviertel Stunde zu spät boarden konnten. Und was war das Problem? Der Wettersensor. Aber es war eine B737-800, also soweit ich weiß nicht so eine wie die Air France-Maschine. Aber sorgen haben ich mir dann schon ein bisschen gemacht.

Nach der Landung wurde ich trotz Nachtschlafender Zeit von Ricarda und Julia am Flughafen erwartet. Mit dem Taxi fuhren wir in die Stadt, die schon von oben wunderschön beleuchtet war. Tal Aviv ist schon echt schön. Aber ich muss sagen, noch rangiert es erst auf platz drei von vier meiner Lieblingsstädte. Nur Perth fand ich weniger cool. das größte Problem, dass ich hier habe, ist das Preisniveau. Alles ist hier sehr viel teurer. Und ich meine SEHR viel teurer. Außer den Falafel den wir grade gegessen haben, der außerdem nur so lange als Diätessen durchgeht, bis man in die erste leckere Gemüsekugel beißt. Trotzdem habe ich mir schon zwei Kleider gekauft und ein Paar Schuhe steht unter Beobachtung. Ich weiß, es kommen noch fünf Wochen, aber Ricky hat mich gleich die Shoppingstraße raufgeschleift. Ich kann dann nicht anders. :(

Was mich noch nervt, ist mein Verständigungsproblem. In den meisten Ländern, in denen ich bisher war, kann ich mich nach kurzer Zeit mehr oder weniger durchschlagen. Aber hier gibt es neue Zeichen, eine neue Sprache und die meisten Nicht-Straßenschilder sind nicht auch auf Englisch. Vor allem bei Speisekarten doof. Wenn es wenigstens Arabisch wäre. Das fidne ich total toll, das hier gelebt zu sehen. :) Ich bin mal gespannt, ob ich dazu komme, was zu lernen.

So und nach dem Einkaufsbummel und dem Falafel werden wir uns jetzt den nächsten Markt ansehen. Wenn wir uns aufraffen können. Denn es ist echt sauheiß!

Eingestellt von Kirjava 05:00 Archiviert in Israel Kommentare (0)

Ein tierisches Wochenende - Sonntag

... im Aquarium in Hillary's Boat Harbour.

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Präsent ist blöd. Pf, ich schreib jetzt weiter in der Vergangenheit auch wenn sich unserem Prof dann die Fußnägel hochrollen sollten, falls er das hier jemals liest.

Am Sonntag machten wir uns auf zu Perths Aquarium "Aqwa", das vor allem die Unterwasserwelt der Küste bei Perth wiederspiegelt. Das Meer wird hier bewohnt unter anderem von Haien, Mantas und giftigen Quallen. Um nur ein paar zu nennen. Überhaupt kam es mir so vor, als könnte das meiste Getier hier immer entweder beißen, stechen, brennen oder sonst irgendwas Unangenehmes anstellen. ich freu mich ja schon auf das Schnorcheln am Freitag. Das Aquarium ist wirklich interessant. Es ist in verschiedene Küstenbereiche, eine "Dangerzone", einen Unterwassertunnel und einen Außenbereich gegliedert. Am besten haben mir die kleinen Aquarien gefallen, auch wenn mir die Fische leid tun, die da im Mini-Revier ihr Dasein fristen müssen. Aber diese kleinen Kopien des echten Meers waren immer echt hübsch und alle unterschiedlich.

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Außerdem mochte ich die Nemos. Und die Seelöwen, bei denen ich nur relativ kurz war, weil ich es total nervig fand, wie da ein Vater immer mit seiner Käppi vor dem armen Seelöwen rumwedelte um seinen Spössling zu ergötzen. Sowas .. Aber der Seelöwe war SÜß!!!!!!

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In dem Tunnel, der unter einem großen Becken mit größeren Tieren herführt, waren wir gleich zu Anfang. Das war schon beeindruckend. Vor allem die Mantas haben es mir angetan. Die sind so schön und sehen irgendwie so friedfertig aus. Die Haie waren HÄSSLICH! Ansich dachte ich immer, die wären recht hübsch. Das stimmt nicht. Die sehen aus wie der fette Hai bei Flippa. Trotzdem haben auch die mir leid getan, dass sie in einem so kleinen Becken rumschwimmen müssen.
Die Dangerzone war weniger spannend. Da verspricht der pompöse Name mehr als drin steckt. Es waren ein paar eher träge Fische von Steinfisch bis Kugelfisch ausgestellt, die alle eher ungefährlich wirkten. Und den Fugu hätte ich laut Glücksrad auch überlebt. Draußen gab es noch ein "Anfassbecken", darin lebten Tiere, die man auch anfassen durfte. Nachdem ich lange mit mir gerungen hatte, ob ich das wirklich mache, habe ich doch mal einen Seestern berührte und nähe angeguckt. Ansich blöd, das arme Tier hatte bestimmt furchtbar Angst! Aber es war einfach zu faszinierend. Die Zähne an der Rückseite und so :)
Das Highlight aber war ein kleiner Fisch, der immer spuckte, sobald man ihn mit Wasser bespritzte. Das war zum todlachen. Marco hatte er total gefressen, den hat er kaum die Hand bewegen lassen, schon spritze es Wasser. So witzig. Grade weil der Fisch nur handgroß war.

Es kam mir voll kurz vor, da waren wir aus dem Aquarium schon wieder raus und prominierten auf dem Steg am Hafen. Dort liegen alle möglichen kleinen und großen Boote, aber der große Hammer war nicht dabei. So sind wir dann doch mit dem Bus nach Hause gefahren, anstatt einen Bootsführer zu bezirzen. :)

Eingestellt von Kirjava 02:36 Archiviert in Australien Tagged animal Kommentare (0)

Ein tierisches Wochenende - Samstag

Zu Besuch auf der Kangeroo-Insel

semi-overcast 27 °C
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Am nächsten Morgen schaffen wir es nicht uns vor 10 aus dem Bett zu quälen. Wollten wir doch eigentlich früh aufstehen um noch in der Morgenkühle Kangeroos suchen zu gehen. Bei einer Führung durch den botanischen Garten des Kingspark hatte uns die Touristenführerin von einer kleinen Insel im Süd-Osten Perths erzählt, wo noch eine kleine Gruppe Kangeroos nahezu ungestört leben solle. Bevor wir also Geld für einen Safaripark ausgeben, dachten wir, wäre das doch ein lohnender Ausflug.
Letztendlich wird es 11, dann 12 und DANN geht es endlich los. Zu Fuss. Mal ein bisschen Bewegung.
Auf dem Weg zu der Insel, deren Namen nicht mal Google kennt, laufen wir durch die Hay Street, die Einkaufsmeile von Perth und der Tod meines Geldbeutels. Wir kamen grade aus der Einkaufspassage, als plötzlich 4 Tänzerinnen in bunten Wickelkleidern an uns vorbei tanzten. Ja, auf der Straße. Nein, ohne Musik. Ja, strange! Aber cool.

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Die tanzen so schön und es ist eine nette Überraschung, wenn plötzlich vier Gestalten aus der Reihe der Einkäufer tanzen. Nach dieser Unterbrechung laufen wir weiter Richtung Ost-Perth, vorbei an Stahl-Glas-Türmen und dem Zelt des Cirques des Solei. Dort stehen wir eine Weile sehnsüchtig am Eingang. Weiter kommen wir nicht, denn 210$ gebe ich lieber für was anderes aus. Durch eine kleine gepflegte Parkanlage, mit abwechselnd grünen Picknick-wiesen und Mini-Bushreservaten laufen wir gemütlich am Swanriver entlang bis zu der Insel, auf der angeblich die Kangeroos zuhause sein sollen. Sie scheinen tatsächlich da zu sein, irgendwo, denn ein Schild verkündet: "Don't feed the kangeroos." Mich füttert auch keiner:

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Wir passieren das Gatter und befinden und in einem kleinen Park. Nicht so grün wir der Kings Park, dafür komplett leer. Zwei Fahrradfahrer hoppeln mit ihren Hollandrädern über die Wiesen, sonst ist niemand da. In der Mitte des Inselabschnitts liegt ein kleiner Teich, an dem Bäume ihre Äste fast ins Wasser hängen und das hohe Gras schon fast ertrinkt. Was da wohl wohnt, außer den Reihern und Krähen die wir sehen? Will ich das wissen? Es ist absolut ruhig. Der Verkehr von der stark befahrenen Brücke ist kaum zu hören und nur hin und wieder dröhnt ein Motorboot mit Wasserskifahrer an den Ufern entlang. Es scheint perfekt zu sein für die Kangeroos. Trotzdem müssen wir einmal die ganze Insel absuchen, bis ich schon fast am Ausgang im hohen Gras auf eine kleine Kangeroo-Familie treffe. Die sind ja wirklich total süß. Und sie haben überhaupt keine Angst. Vermutlich sind sie Touris schon gewohnt. Marco hat sich mal wieder abgesetzt und macht sein eigenes Ding, natürlich ohne dass ihm die Kangeroos aufgefallen wären. Aber Vanessa und ich machen eine Unmenge von Fotos. Es war toll.

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Irgendwann habe ich wirklich alle Posen, die so ein Kangeroo drauf hat eingefangen und bald war auch Vanessa fertig und wir tingelten gemütlich wieder nach Hause. Wildlife mitten in Perth und wir mussen nicht mal in einen Safripark. Toll!

Und ein Video habe ich auch:

Eingestellt von Kirjava 01:36 Archiviert in Australien Tagged animal Kommentare (0)

Ein tierisches Wochenende - Freitag

der perfekte Start ins Wochenende ... Party!

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Was war ich faul am Freitag nach der Uni. Wir alle. In meinem Kalender steht dick und fett "nix". Besser könnte ich das auch jetzt nicht ausdrücken. Am Abend allerdings raffen wir uns auf. Eigentlich wollen wir zum Eröffnungsevent des Perth International Art Festivals, aber wir kommen erst um halb 10 los und da ist das schon gelaufen. Für alles andere ist es offensichtlich noch zu früh. Nur am "Metro City", diesem großen musikboxartigem Dingen direkt an der Bahntrasse Richtung Subiacco stehen die Leute schon Schlange. Als wir dran sind, wurden wir nach unseren Tickets gefragt. Hatten wir natürlich nicht, war ja ne eher spontane Entscheidung. Wir also zur Kasse. So teuer kann das ja nicht sein. 74 Dollar. Wie bitte? Ob wir vielleicht noch Geld holen müssen, fragt die Frau an der Kasse. Ich greife dankbar nach dem Strohhalm und schleife die anderen hinter mir aus dem Nebeneingang, ohne das sie wissen was denn los ist. Nach der Aufklärung kommt die Empörung. 74 Dollar? Die sind wohl mit dem Klammerbeutel gepudert! Erst am nächsten Tag die Erleuchtung. Das war keine normale Party im Metro City. Das war ein Konzert der "Streets" (http://www.youtube.com/watch?v=4A8T4lVu074) Naja, ok, da sind 74 Dollar vielleicht doch gerechtfertigt. Jedenfalls scheint es nach diesem Schreck schon, als würde der Abend ein Reinfall werden, denn dann faengt es auch noch an zu regnen. Hallo? In Australien? Nachdem dann in den meisten Clubs auch (noch) nichts los ist und wir Sportbars ausgeschlossen haben (Wir?) tingeln wir also schon zurück nach Hause, als wir an diesem grünen Club vorbei kommen. Ich habe keine Ahnung wie der heißt. Das weiß nur Vanessa. Jedenfalls muss man keinen Eintritt zahlen und die Musik klingt gut, deswegen stellen wir uns mal an. Und: man war das ein geiler Abend. Wir haben die ganze Nacht getanzt. Es war klasse. der Club hat fünf Bereiche. In einem ist eine Bierbar, daneben spielt die Band, draußen ist ein Biergarten in dem man beschwipstes Slusheis bekommt. Im oberen Stockwerk ist eine kleine Tanzfläche, die irgendwann so proppe voll war, dass man sich kaum bewegen konnte. Musik? Elektro. Laut! Von der Tanzfläche kommt man zu einer Lounge mit Bar und Balkonen. Ziemlich cool. Wir hatten so viel Spaß. Allein die Leute die da rumliefen, das war klasse. Vor allem die Mädels waren total gestylt, mit Satinkleidchen und bergeweise Schminke. Ein echt gelungener Abend noch. Das machen wir sicher bald mal wieder.

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Eingestellt von Kirjava 06:09 Archiviert in Australien Tagged living_abroad Kommentare (0)

Faule Strandtage...

... mit Überraschungen.

semi-overcast 36 °C
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Es ist wirklich schön hier. Vanessa und ich waren gestern abend (!) noch am Strand in Cottesloe. Mein Lieblingsstrand, wenn auch am weitesten weg. Aber da kann man so schön im Schatten auf der Wiese liegen. Eigentlich sind wir "schon" um 4 endlich losgekommen, aber ich war noch nie in dem Outletcenter, das genau bei uns gegenüber liegt. Als ich das Vanessa gegenüber kurz erwähnte, schlug sie vor, doch noch einen 'kurzen' Abstecher in die Läden zu machen. Kurz, Frauen, Schuhe und noch gefüllte Konten. Seht ihr den Widerspruch? Wir waren doch etwas länger in dem Center. Und wenn die Läden nicht um halb sechs zu machen würden, wären wir vermutlich dort versackt. Auch so hätten wir fast im Billagbongladen übernachten müssen, was aber bei den Klamottenbergen bestimmt nicht sooo unbequem geworden wäre. Letztendlich haben sie uns doch noch raus gelassen (die Türen waren aber schon abgeschlossen -.-) Vielleicht haben sie das nur gemacht, weil wir auch beide noch was gekauft haben :) Ich habe ein voll cooles blau/weißes Hemdkleid mitgenommen, ironischerweise besitze ich ein Männerhemd in genau demselben Muster, das kann ich nur nicht auf die Straße anziehen. Das Kleid ist jedenfalls unendlich cool, finde ich ;)
Danach hatten wir eigentlich keine große Lust mehr auf Strand. Aber Marco hatte gemeint, zum Stadtgucken - wir wollten ja eigentlich nach Subiaco - wolle er nicht mit, er würde schon mal zum Strand vorfahren. Deswegen mussten wir doch an den Strand fahren, denn Marcos Superhandy funktioniert hier nicht, also konnten wir ihn auch nicht anrufen. Hätten wir ihn anrufen können hätten wir erfahren, das er am Pool eingepennt war und erst nach Sonnenuntergang wieder aufgewacht ist, von daher hätten wir uns die Fahrt auch sparen können. Allerdings war Cottesloe dann doch wirklich schön. Es war nicht so sehr voll, selbst um 6 Uhr abends war es noch schön warm und das Wasser, hhhmmmmm :)
Die Sonne stand schon tief und als ich da unter Wasser den Lichtpfad entlangtauchte kam ich mir vor wie bei einem Qceangirlähnlichkeitswettbewerb. Wenn sich dann die Lichtstrahlen so schön im Wasser brechen und die Wellen den Sand aufwirbeln, entspricht das für mich der Definition eines perfekten Nachmittages. :) Danach lagen Vanessa und Ich noch eine Weile im Gras, bis die Sonne unterging und es plötzlich, für unsere Verhältnisse, ganz schön kühl wurde. Aber der Sonnenuntergang war auch diesmal wieder super!

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(Cottesloe Beach)

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Heute morgen erzählten die anderen Mädels dann, dass es gestern in Cottesloe einen Hai-Alarm gab. Ich hab mal gegoogelt, für uns bestand keine Gefahr mehr, der 2m-Hammerhai hat den Strand schon um halb zwei Mittags besucht. Er wurde von einem Beobachtungshubschrauber gesichtet. das wirft bei mir die Frage auf: Was für ein Hubschrauber? Ich war schon öfters bei Cottesloe und habe noch nie einen Hubschrauber, oder überhaupt irgendwas anderes als Ruderboote gesehen. Wer mehr Infos haben will: http://www.thewest.com.au/default.aspx?MenuID =77&ContentID=124211
Übrigens wäre es natürlich Marcos Schuld wären wir gefressen worden, schließlich sind wir nur wegen ihm da hin gefahren. Damit das mal klar ist :P
Gestern war es einfach nur HEISS!!!! Heute war es drückend, stickig und schwül-heiß. Nicht schön. Obwohl ich fand, dass es auszuhalten war. Asien im Juni war nicht viel besser und da konnten wir nicht in einen von der Klimaanlage auf deutsche 10° gekühlten Raum flüchten. Trotzdem war klar wo wir heute die Zeit außerhalb klimatisierter Vorlesungsräume verbringen würden: am Strand. Diesmal wollten wir zum City Beach. Bis heute ein Mysterium, weil niemand von den anderen bisher dort war um zu berichten und auch unsere Dozentin immer nur über Scarborough und Cottesloe redet.
Als wir beim City Beach ankamen waren kaum Leute am Strand und fast niemand im Wasser, dafür starrten alle gebannt aufs Meer hinaus. Durch den Bericht vom Hai-Alarm in Cottesloe etwas aufgescheucht, wurde mir da schon etwas mulmig. Andererseits, wenn ich draußen stehe und den Hai sehen kann hätte ich da nichts dagegen, das wäre cool. Wer kann schon behaupten einen Hai am Strand gesehen zu haben? Nach dem keiner von uns drei in der Lage war auszumachen was die Leute denn da so gebannt anstarren, fragte ich einen älteren Herren, der zu diesem Zweck sogar sein schattiges Bankplätzchen verlassen hatte, ganz an der Promenadenkante stand und die Augen mit der Hand abschirmte. Der lieferte die Antwort, warum plötzlich eine Gruppe Menschen ins Wasser sprangen: Delfine!!! VOLL COOL! Delfine gleich am Strand, wenn wir grade da sind. Ok, sie waren vielleicht 15-20m weg (sagt Vanessa, ich habs nicht so mit Abständen, aber es war schon sehr nah, nur so weit rausgeschwommen wäre ich nicht -.- ... die Strömungen sind fies) So haben wir also nicht viel von den Delfinen gesehen, die sich leider auch nicht dazu herabgelassen haben, wie im Aquarium durch Reifen zu springen, oder mit der Flosse zu winken. (:Achtung Ironie) Dafür waren da echte Delfine im freien Wasser, von denen man immer mal eine Schnauze oder einen glänzenden Rücken sah. Die waren bestimmt glücklich :) Als sie nach 10-15 Minuten dann verschwanden haben sich Vanessa und Marco sofort in die Brandung gestürzt, die für mich genau richtig war: nicht zu hoch, aber auch nicht Swimmbeckenartig-langweilig. Dass ich mich erbot als erste auf unsere Sachen aufzupassen, erweis sich als Fehler, wir hatten nämlich unsere Handtücher im Sand gleich am Wasser ausgebreitet. Obwohl der Strand wirklich super schön ist, weiß mit blauem Wasser, wurde das Sonnenvergnügen durch einen scharfen Wind vermiest, der einen kleinen Sandsturm aufwirbelte, so dass ich schon nach kurzer Zeit weiß eingepudert war. Nicht schön! Als die anderen beiden dann aus dem Meer kamen, verlegten wir uns auf die Wiesen, auf der der Schatten wie am ganzen Strand eher rar ist. Dementsprechend haben sowohl Vanessa als auch ich ordentlich Farbe bekommen. Ich eher braun, sie eher Hummer.
Jedenfalls war es ein schöner Tag, auch wenn wir schon nach 2 1/2 Stunden wieder gegangen sind, weil ich noch meine Präsi machen muss, vor der ich mich mit diesem Eintrag hier bisher erfolgreich gedrückt habe. -.-

Ach stimmt, vor dem Strand hatten wir noch eine Führung durch das WAAPA. Fragt mich nicht wofür das steht, aber es ist die Fakultät der schönen Künste an der ECU. Die Führerin war sehr nett und hat viel erzählt. Leider hat das Semester noch nicht richtig angefangen, dabei würde ich die Studenten doch so gern mal tanzen sehen. Die müssen Spitzenklasse sein! Anstatt dessen haben wir die verschiedenen Theater, Übungssäle und einige Kerle in Strumpfhosen gesehen.

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Die erste Woche ist rum ...

... und wir waren SO faul :)

sunny 37 °C
View Studieren in der Ferne auf Kirjava's Reise-Karte.

Es wird immer heißer. Heute soll angeblich der heißeste Tag der Woche werden, so heiß find ich es gar nicht. Gewohnheit ist es wohl nicht, ich würde eher sagen ich stumpfe ab ;). Gleich, wenn Vanessa damit fertig ist ihre Daten zu sichern, wollen wir nach Subiaco, das liegt so schön auf dem Weg zum Strand.
Aber das dauert wohl noch, hier ist grade der Datensicherungsmarathon ausgebrochen, weil Marcos Laptop soeben den Geist aufgegeben hat. Vielleicht macht ihm die Hitze auch einfach mehr aus als uns. Naja, ich hab keinen Platz mehr auf meinem Stick und eh noch nicht mit den Präsis oder sonstigen Aufgaben angefangen. Jedenfalls nicht mit tippen. Ein Vorteil von gedruckten Quellen. In Übersichtlichkeit und Rumschleppen haben die aber ihre Schwächen -.-. Jedenfalls habe ich „arbeiten“ mal wieder nach hinten verschoben und warte jetzt auf Vanessa. Dafür habe ich vorhin mal die interessanten Sachen aus dem Katalog des „Perth Internatinal Arts Festival“ gesucht, ein Teil meiner Hausarbeit für unsere erste Dozentin.
Ich dachte schon, ich würde hier nur am Strand liegen, aber es gibt wirklich viel zu sehen, auch gratis. Nur fürs Ballett würde ich auch zahlen, denn das wollte ich schon immer sehen. Mal sehen ob es da noch Plätze für gibt, das müsste ich mal rausfinden. Außerdem habe ich einen Surfkurs gebucht, am vorletzten Wochenende hier geht es Lancelin, voll cool :) (jetzt geht Marcos Laptop wieder, hex hex) Außerdem würde ich voll gerne noch einen Bushwalk machen, nur grade nicht, da ist Strand einfach besser. Ob wir wohl ein Auto leihen könnten, obwohl ich noch nicht 21 bin? Mal sehen ... Und zu den Kangeroos will ich noch, man soll hier auf einer Insel im Swan River welche sehen können, das wäre super zu verbinden mit einer Fahrradtour am Fluss entlang. Von den Kangeroos sind die anderen beiden auch begeistert, von der Fahrradtour eher weniger. Aber ich krieg hier bald die Krise, weil wir uns so wenig bewegen. Pinnacles (Limestonepinne in der Wüst, was auch immer Limestone ist) wären auch noch nett, aber ohne Auto schwer zu machen und ob ich nach 280Aus$ fürs Surfen noch ne Tour machen will weiß ich bis jetzt nicht. Mal sehen.

Sonst müssen wir eben irgendwas machen, was gratis ist. Kings Park zum Beispiel. Hier mit Blick auf Perth CBD.

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Da waren Vanessa und ich am Sonntag schon, weil wir einen Artikel darüber schreiben müssen. Der Park ist ziemlich groß und ein schöner Fleck zum Rumsitzen (genau, ein Picknick wollten wir auch noch machen!!). Leider blühen die meisten Blumen dort im Moment nicht, deswegen sehen die Beete etwas trostlos aus. Dafür gibt es eine tolle Aussicht auf die Innenstadt von Perth. Wir haben dort eine Tour durch den Botanischen Garten mitgemacht (solche werden dort fast täglich kostenlos um 10am und 2pm angeboten). Das war ganz nett, allerdings brauchte ich meine ganze Fantasie um mir die blühenden Pflanzen vorzustellen, die da in trockener Erde die Köpfe hängen ließen. Aber es war nett und informativ. Die „Rangerin“, wie die Aufpasser und Touristenführer dort genannt werden, hat uns auch den Weg zur Kangarooinsel aufgezeichnet. Ich bin echt gespannt, ob wir da welche sehen.

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(Treetopwalk)

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(perfekt für ein Baumhaus)

Was waren wir geschafft nach 7 Stunden durch die Hitze stampfen (wir waren vorher noch kurz in der Stadt und haben uns Australische Handynummern besorgt). Da kam eine Abkühlung im Pool grade recht. Und obwohl wir uns fest vorgenommen hatten am Abend noch rauszugehen, waren wir hinterher doch zu faul :D

Am Montag haben wir an unseren Hausarbeiten gearbeitet und gestern waren wir am Strand (wer hätte das gedacht). Die anderen zwei waren vorher im Fremantle Prison, aber ich habe lieber weiter Reisejournalismus gemacht, Gefängnisse habe ich nun schon genug gesehen. Nein. Nicht unfreiwillig!!! :P Naja, ich reisse jetzt Vanessa von ihrem Laptop, genug gesichert!

Perth International Arts Festival (Auswahl, gratis):

Fr 13.2 - 8.30 pm Opening Event (Supreme Court Gardens)
Sat 14.2 - 10.30 pm Opening Party (The Esplanade) (davor kostenpflichtig)
Do. 19.2 - 17:30 Whispering in the leaves (Planetarium Pyramid Esplanade, Baumkronenfotos?)
Mo 23.2 - dusk till late Sturmer Projektionen an Hauswände (235 St Georges Tc)
Di/Mi 24.2/25.2 - 11am - 2pm Mobile Sewing Company (Hay St. Mall, Benäht Klamotten gratis, wenn man den Strom dafür liefert = Auf einem alten Fahrrad strampelt)
Do 26.2 - 8.30pm Waltz with bashir (Sommerville Open Air Cinema - 1.März)
Do/Fr 26./27.2 - 22:30 Dino Moran (African Electro, The Esplanade)
Sun 8.2 - Closing Party (The Esplanade)

Eingestellt von Kirjava 22:36 Archiviert in Australien Tagged living_abroad Kommentare (0)

I-Dötzchen an der ECU

der erste Tag an der Uni

sunny 36 °C
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Nach extrem verkürzten Semesterferien - wenn man mal davon absieht, dass wir das ganze letzte Semester eher weniger zu tun hatten - sind wir jetzt wieder zurück in der Uni. Nicht an unserer Uni, sondern an der Edith Cowan University in Perth. Diese Uni hat auf alle Fälle ein anderes Kaliber, als unsere Mini-Hochschule in Deutschland. Der Campus ist riesig und es sitzen tatsächlich Leute unter grünen Bäumen (das perfekte Wort wäre wohl „lush“) und lesen dicke Bücher und es laufen trotz Hitze hin und wieder Frauen im Business Dress mit nem Kaffee in der Hand durch die Grünanlagen. Ein Traum für jeden Marketingchef, würde ich sagen, da brauch man niemanden arrangieren, man fängt einfach lustig an zu knipsen und hat schon die besten Fotos für die nächste Broschüre. Es ist toll. Alles ist bunt und die Gebäude sind nicht einheitlich, sondern haben alle ihren eigenen Stil. Nur die Farbe blau (grün, siehe Bäume) wiederholt sich häufig. Die Ausstattung ist auch echt super. Brandneue Mac-Rechner, oder auch Räume voller Vista-PCs, außerdem schien mir die Organisation ziemlich gut, schon fast gestellt. Ob die wohl auch für normale Studenten raussuchen, wo es die beste Tauchschule gibt, ob sie die auch zum Arzt fahren, oder sich um Sportangebote kümmern? Das ist kaum zu glauben, aber warum nicht mal ein bisschen hofieren lassen?! :) In den Vorlesungen selbst war bisher noch nicht so arg viel los, wir müssen alle eine Präsi zu einem Thema über Australien halten. Ich hatte „Australia and the arts“, aber mein Versuch das ganze in 10 Minuten zu quetschen, indem ich mir einfach ein Förderprojekt für Theater vornehme, ist wohl nicht so gut angekommen. Aber naja. Gelaufen ist es ganz gut, bis auf, das unsere Professorin andauernd unterbricht und reinquatscht, bis man schon gar nicht mehr weiß wo hinten und vorne ist und dann auch noch mosert, wenn man überzieht! Ist doch klar, wenn sie die ganze Zeit redet. Entschuldigung, das ich nicht bedacht habe, die Redezeit durch zwei zu teilen, damit sie meinen Vortrag vorgreifen kann. Und das war nicht nur bei mir so, sondern bei allen die am ersten Tag vortrugen auch -.-.

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Eingestellt von Kirjava 21:20 Archiviert in Australien Tagged living_abroad Kommentare (0)

In Perth

der erste Eindruck ...

sunny
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So bin ich also nach Brüssel und zwei Wochen Zwischenstop in Perth (WA) angekommen. Der erste Eindruck? War nicht so berauschend. Am Flughafen war der Wechselkurs furchtbar, aber wenn man pleite ist, muss man eben nehmen was man bekommt. Und dann hatte ich grade einen Shuttelbus in die City verpasst und mir wurde ein Taxi aufgeschwatzt. Merke: Leute die dich gekonnt übers Ohr hauen, gibt es nicht nur in Thailand. Naja, der Raum ist dafür echt ganz gemütlich. Obwohl zur Strasse hin gelegen ist er ruhig, wir haben eine eigene Waschmaschine, vier Kochplatten und ein Eisfach und die Betten und die Sitzecke sind ziemlich bequem. Außerdem gibt es einen DVD-Player, für den man in der Lobby für etwa 2€ DVDs leihen kann, einen kleinen Pool und zwei Flächen wo man grillen könnte. Wir haben uns schon fest vorgenommen, das dann mal auszuprobieren. Wir, das sind Vanessa und Marco, die mit in meinem Kurs sind und ich. Marco kommt erst morgen, aber Vanessa ist schon da, sie kam vll 10 Minuten nach mir an. Perfektes Timing. Nachdem wir uns das größere Zimmer, das auch einen Ventilator hat gesichert und uns häuslich eingerichtet hatten, hat Vanessa mich gleich mal zur Einkaufsstrasse geführt. Sie ist schon seit Mittwoch hier und kennt sich echt gut aus. Endlich muss ich mich mal nicht selber kümmern :). Die Einkaufsstrasse sieht wirklich einladend aus, es sind vll 15 Minuten zu Fuß dorthin. Aber bevor ich mein Geld einmal mehr zum Großteil in Klamotten investiere, muss ich mich zusammen reißen, denn ich habe schon festgestellt, dass grade Lebensmittel unheimlich teuer sein können. Ich glaub, ich hunger lieber. Das wirkt bestimmt unheimlich attraktiv, vorallem zusammen mit dem Sonnenbrand, den ich mir bestimmt noch hole. (Jaja, Mama, ich passe wirklich gut auf!) Vielleicht sind es nur Paranoia, aber ich kann förmlich spüren, wie die Sonne sich schön durch meine Haut frisst, obwohl Vanessa mir netterweise gleich ihre 30+ Sonnencreme geliehen hat. Und ich bin trotzdem braun geworden. Noch bräuner! :) Vl investiere ich doch noch in Klamotten. In schöne dünne Longarmshirts in vielen bunten Farben, damit kann ich auch meinen Hippielook abrunden, denn meine Jeans werde ich garantiert nicht anziehen, außer wir machen irgendeinen Dschungeltrek. Jedenfalls haben wir die Shoppingzone links liegen lassen um uns dem, für mich zu dem Zeitpunkt viel verlockendererem, Woolworth zuzuwenden. Also ich muss sagen, dass einkaufen hier keinen Spaß macht ist untertrieben, es ist grausam, kein Wunder dass Australierinnen angeblich immer so schlank sind (das kann ich bisher nicht bestätigen, die haben hier ja immer Sommer, da sieht man besonders viele Klamottensünden). Die Preise sind echt astronomisch, gut das der Wechselkurs grade so furchtbar mies ist, sonst würden wir bestimmt bald hungern -.-. Jedenfalls sind wir dann mit drei Tüten bepackt in der brüllenden Hitze, oder eher brennender Sonne, denn so heiß ist es nicht, die Sonne ist eben so krass ... (oder eben nur schein-krass. siehe Paranoia weiter oben), jedenfalls sind wir mit unseren Tüten dann nur zur nächsten "Cat"-Haltestelle gezuckelt, diese Cat-Busse sind gratis, das ist immerhin was. Allerdings fahren sie auch nur höchstens bis um 6. Die Einkäufe haben wir im Kühlschrank abgeladen, außer die Nudeln, kann ja nicht schaden und haben nach einer kurzen Verschnaufspause den Pool aufgesucht. Zugegeben, es ist eher ein Planschbecken. Aber er ist kühl im Schatten und man kann daneben sitzen und so tun als würde man sich sonnen. :) Bis dann ein paar Idioten kamen, die waren zwar bestimmt älter als wir, aber aus dem Alter in dem man(n) unbedingt in jeden mit Wasser gefüllten Tümpel mit einer Wasserbombe eintauchen muss, kommen manche wohl nie. Jedenfalls ist der Platz um den Pool sehr begrenzt und wie in ner schlechten Ami-Komödie wurden wir mehr als ein mal von einem riesigen Wasserschwall von unseren Plätzen gescheucht. Als das zum wiederholten mal der Fall war, haben wir uns dann davon gemacht. Und jetzt brezeln wir uns gleich auf um mal zu sehen was die Bars hier so hergeben. Allerdings ist mein Fuß noch etwas lädiert, aufs abspacken werde ich also verzichten müssen. Ich beschränke mich dann darauf mit blasiertem Gesichtsausdruck an der Bar zu sitzen und an meinem Wasser zu nuckeln als wäre es ein Cocktail, mehr kann ich mir nicht leisten. ... :D

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Eingestellt von Kirjava 02:44 Archiviert in Australien Tagged living_abroad Kommentare (0)

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